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Anlässlich des Gedenktages des seligen Karl von Österreich am 21. Oktober erinnert die Kaiser Karl Gebetsliga mit zahlreichen Festveranstaltungen an das Wirken des Friedenskaisers, der im Vorjahr von Papst Johannes Paul II. in Rom selig gesprochen wurde.
In Wien findet eine Festmesse am 21. Oktober 2005 um 17:00 Uhr in der Augustinerkirche statt. Im Rahmen des Gedenkgottesdienstes empfangen vier Urenkelkinder Kaiser Karls die Erstkommunion. Als Vertreter der Familie Habsburg werden die Söhne des letzten österreichischen Kaisers Otto, Karl Ludwig und Rudolf von Habsburg und ihre Gattinnen Regina, Yola und Anna Gabrielle erwartet. Weiters kommt aus Belgien der Enkel Kaiser Karls Lorenz von Habsburg. Zelebrant der Festmesse ist der Salzburger Weihbischof Andreas Laun.
Mit einem Einkehrnachmittag, einer Festmesse und einem Festvortrag mit der Historikerin und Kaiser-Karl-Biographin Univ.Prof. Elisabeth Kovacs am Samstag, dem 22. Oktober 2005 ab 14:30 Uhr, in Reichenau/Rax erinnert die Gebetsliga an die Bedeutung des jüngsten österreichischen Seligen. Rudolf, Anna Gabrielle und Lorenz von Habsburg werden an den Feierlichkeiten in Reichenau teilnehmen.
Der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari weiht am Sonntag, dem 23. Oktober 2005, in der Pfarrkirche auf Schloss Waldstein den neuen Kaiser-Karl-Altar in der Steiermark. Hier feiern Rudolf und Anna Gabrielle sowie Lorenz von Habsburg mit. Auch in Tirol wird an diesem Tag ein Altar mit der Einsetzung der Reliquie in der Pfarrkirche Imsterberg geweiht. Am Sonntag, dem 30. Oktober 2005, erhält Tirol einen weiteren Kaiser-Karl-Altar. Bischof Manfred Scheuer wird die Reliquien des seligen Kaiser Karl und des seligen Pfarrers Neuruhrer in der Zirler Kalvarienbergkirche einsetzen.
Weitere Festmessen werden gefeiert in der „Church of Our Savior“ in New York in den USA und in der Kathedrale von Versailles in Frankreich.
Kaiser Karl – auch ein Politiker kann ein heiligmäßiges Leben führen
Karl aus dem Hause Österreich wurde am 17. August 1887 auf Schloss Persenbeug in Niederösterreich geboren. Karl wurde bewusst katholisch erzogen und von Kindheit an durch eine Gruppe von Menschen im Gebet begleitet, da eine stigmatisierte Klosterfrau große Leiden und Angriffe gegen ihn prophezeit hatte. Daraus entstand nach dem Tod Karls die Kaiser-Karl-Gebetsliga für den Frieden der Völker - seit 1963 als Gebets-Gemeinschaft kirchlich anerkannt. Am 21. Oktober 1911 heiratete er Prinzessin Zita von Bourbon-Parma. In den zehn Jahren ihrer glücklichen und vorbildhaften Ehe wurden dem Paar acht Kinder geschenkt. Mitten im Ersten Weltkrieg machte der Tod Kaiser Franz Josephs Karl am 21. November 1916 zum Kaiser von Österreich. Diese Aufgabe sah Karl als Weg der Nachfolge Christi: in der Liebe zu seinen Völkern, in der Sorge um sie und in der Hingabe des Lebens für sie. Die heiligste Pflicht eines Königs – für den Frieden zu sorgen – stellte Karl in den Mittelpunkt seiner Bemühungen während des Krieges. Als einziger aller Verantwortlichen unterstützte er die Friedensbemühungen Papst Benedikt XV. In schwierigster Zeit initiierte er in Österreich mit einer umfangreichen und beispielgebenden Sozialgesetzgebung im Sinne der christlichen Soziallehre. Nach seiner Verbannung aus der Heimat und zwei erfolglosen Restaurationsversuchen in Ungarn, die mit Wissen des Papstes angestrebt wurden, lebte Kaiser Karl nur noch wenige Monate auf Madeira im Exil. Dort zog sich Karl eine tödliche Erkrankung zu, die er als Opfer für Frieden und Einheit seiner Völker annahm und starb am 1. April 1922.
Motto seines Lebens war, wie er noch am Sterbebett sagte: „Mein ganzes Bestreben ist immer, in allen Dingen den Willen Gottes möglichst klar zu erkennen und zu befolgen, und zwar auf das Vollkommenste.“ Das Beispiel Kaiser Karls beweist, dass man selbst im Bereich des Politischen – in dem sich wohl niemand von Schuld und Verfangenheit völlig frei zu halten vermag - ein heiligmäßiges Leben führen kann.
Kaiser Karl wurde am 3. Oktober 2004 von Papst Johannes Paul II. in Rom selig gesprochen. Sein Gedenktag ist der 21. Oktober.
Terminübersicht
Freitag, 21. Oktober 2005, 17.00 Uhr
Festmesse in der Augustinerkirche/Wien mit Weihbischof Andreas Laun
Freitag, 21. Oktober 2005, 19.00 Uhr
Festmesse in der Church of Our Savior, 59 Park Avenue/ New York
Samstag, 22. Oktober 2005
Gedenken in Reichenau/Rax/Niederösterreich
14.30 -16.30 Uhr
Einkehrnachmittag im Pfarrhofsaal Reichenau: "Frieden finden"
17.00 Uhr
Festmesse in der Pfarrkirche Reichenau
Anschließend Vortrag im Festsaal des Schlosses Reichenau "Kaiser Karl und Reichenau" mit Univ. Prof. Elisabeth Kovacs
Sonntag, 23. Oktober 2005, 10.00 Uhr
Altarweihe der Pfarrkirche auf Schloss Waldstein/Steiermark mit Diözesanbischof Egon Kapellari
Sonntag, 23. Oktober 2005, 10.00 Uhr
Hochamt mit Einsetzung einer Reliquie in der Pfarrkirche Imsterberg/Tirol
Sonntag, 30. Oktober 2005, 13.00 Uhr
Altarweihe und Einsetzung von Reliquien des sel. Kaiser Karl und des sel. Pfarrers Neuruhrer in der Kalvarienbergkirche Zirl/Tirol mit Diözesanbischof Manfred Scheuer
Sonntag, 11. Dezember 2005, 9.45 Uhr
Hochamt zu Ehren des sel. Kaiser Karl in der Kathedrale von Versailles/Frankreich
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