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Budapest, 21.5.06 (KATHPRESS) In Budapest fand am Sonntag eine große Friedenswallfahrt der Kaiser-Karl-Gebetsliga statt, bei der an den selig gesprochenen letzten ungarischen König Karl IV. (als österreichischer Kaiser Karl I.) erinnert wurde.
An der Prozession durch das Stadtzentrum zur Stephansbasilika nahm auch der Sohn des Königs, Otto von Habsburg, teil. Der Chef des Hauses Habsburg sagte im Gespräch mit "Radio Vatikan", er sei überrascht, wie stark die Erinnerung an seinen Vater in Ungarn sei. Laufend gebe es Anfragen von Pfarrgemeinden, die sich um Reliquien des selig gesprochenen Königs bemühen. Er sei sehr glücklich darüber, wie die Gläubigen in Ungarn den neuen Seligen angenommen haben, so Otto von Habsburg. Johannes Paul II. habe aus allen Berufen und sozialen Schichten Vorbilder zur Ehre der Altäre erheben wollen, um den Menschen zu zeigen, dass man in jeder Situation zur christlichen Vollkommenheit streben kann. Wörtlich sagte Otto von Habsburg: "Für mich war in dieser Hinsicht beeindruckend, wie Johannes Paul II. einen Zigeuner selig gesprochen hat, denn das hatte es noch niemals gegeben. Und dann hat er auch nach einem Politiker gesucht und so kam es zur Seligsprechung meines Vaters".
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