Kaiser Karl Gebetsliga

       für den Völkerfrieden

Verkannt - Verbannt - Verehrt

Das Museum Kierling in Niederösterreich erinnert mit einer Gedächtnisausstellung an die Thronbesteigung des letzten österreichischen Kaisers vor 90 Jahren, der 2004 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen wurde.

 

Kierling (Niederösterreich) . Im Museum Kierling wurde am Sonntag, dem 23. Juli 2006, die Sonderausstellung „Verkannt, Verbannt, Verehrt – Kaiser und König Karl, der letzte Monarch Österreich-Ungarns“ durch den niederösterreichischen Landtagsabgeordneten Willi Eigner eröffnet. Anlass für die Sonderschau ist das 90-Jahr-Jubiläum der Thronbesteigung Kaiser Karls im Jahr 1916.

 

Bei der Eröffnung betonte der Geschäftsführende Präsident der Kaiser Karl Gebetsliga für den Völkerfrieden, Brigadier Norbert Fürstenhofer, dass der jüngste österreichische Selige ein Vorbild als Christ und Berufssoldat gewesen ist. „Kaiser Karls Einsatz für einen raschen Frieden, um das sinnlose Sterben der Soldaten an der Front und weiteres soziales Leid der Bevölkerung zu verhindern, ist beachtenswert. Der Selige Kaiser Karl ist eine Messlatte für unser Handeln,“ so Fürstenhofer wörtlich. Die Kaiser Karl Gebetsliga plant daher auch ein gemeinsames Projekt mit der Militärseelsorge zur geistlichen Auseinandersetzung mit dem selig gesprochenen Kaiser.

 

Kaplan Franz Xaver Brandmayr, Geistlicher Assistent der Kaiser Karl Gebetsliga, erinnerte an die Vorwürfe, Kaiser Karl sei ein schwacher Mensch gewesen, ungebildet, auf sein Amt nicht vorbereitet und hätte einen unmoralischen Lebenswandel geführt. Alle Anschuldigungen stellten sich im Zuge des Seligsprechungsprozesses als unhaltbar heraus, viel mehr war der junge Monarch, der viele politische Niederlagen erlebte, ein Mensch, der nie aufgegeben hat. Kaiser Karls Handeln sei immer von seinem Glauben geprägt gewesen. Brandmayr weiter: „Ein anständiger Mensch zu sein, ist schon sehr viel wert. In diesem Sinn will uns die Kirche mit der Seligsprechung Kaiser Karls Mut machen.“

 

Die Sonderausstellung im Museum Kierling zeigt den Wandel in der Beurteilung des letzten Monarchen Österreich-Ungarns aus dem Haus Habsburg, vom VERKANNTEN Politiker und Soldaten, der zum Missfallen vieler Militärs das Duell und körperliche Züchtigung der Soldaten verboten hat, über den VERBANNTEN Monarchen, der im Exil erst 35-jährig gestorben ist, zum VEREHRTEN Seligen. Zu sehen sind u.a. Exponate zur kurzen Regierungszeit Kaiser Karls, zu seiner Familie, zur Seligsprechung und Scherenschnitte der Künstlerin Josefine Allmayer. Weitere Stücke zeigen die besondere Beziehung des „Akademischen Bundes Katholisch Österreichischer Landsmannschaften“ zu Kaiser Karl. Der Selige ist seit 2004 Patron des Studentenverbandes. Die Sonderschau ist auch in Kooperation mit der „Katholisch Österreichischen Landsmannschaft Carolina“ entstanden, die nach dem Seligen Kaiser Karl benannt ist und die in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen feiert.

 

Sonderausstellung: Verkannt, Verbannt, Verehrt – Kaiser und König Karl, der letzte Monarch Österreich-Ungarns

Museum Kierling , 3412 Kierling, Hauptstraße 114, „Haus im Grünen“

Öffnungszeiten bis Sonntag, 15.10.2006: freitags 18-20 Uhr, sonntags 10-12 Uhr, sowie nach Voranmeldung

http://members.a1.net/museum.kierling

 

Information: GR a.D. Dir. Friedrich Chlebecek, 3412 Kierling, Neugasse 21, 02243/838 82

museum.kierling@inode.at